DER SCHLEIFSTEINREPARATUR

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Beschädigte Schleifsteine können ohne weiteres repariert werden. Hierzu empfehlen wir ein Produkt wie z.B. Five Star Instant Grout™ o.ä. Kürzlich entwickelte Reparaturgemische können ebenfalls verwendet werden. Halten Sie sich genau an die Herstelleranleitungen.

Ersetzen eines kompletten Segments ohne offene Schraublöcher

1. Reinigung
  1. Beschädigtes Segment entfernen und angrenzende Segmente vollständig von Fugenmaterial säubern. (a)
  2. Stehbolzengewinde reinigen (b)
  3. Sichtbaren Beton am Boden der Vertiefung auf eine Tiefe von 9,5 bis 13 mm wegmeißeln (c)
  4. Wände der durch die angrenzenden Segmente gebildeten Vertiefung anrauhen oder mit Rillen versehen (d)
  5. Ersatzsegment reinigen und prüfen, ob es in die vorbereitete Vertiefung paßt.
  6. Vor dem Einsetzen des Ersatzsegments Segmente rund um die Vertiefung gut durchfeuchten.
  7. Zu ersetzendes Segment in Wasser tauchen und vollsaugen lassen. Überschüssiges Wasser vor Einbau abtropfen lassen.
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2. Mörtel (z.B. Five Star Instant Grout™) zu einer verarbeitbaren Konsistenz anmischen. Mit der Kelle auf dem Boden der Vertiefung auftragen. Mörtel muß ca. 13 mm über der abgemeißelten Fläche stehen. Alle Stehbolzen und 38-mm-Löcher im Ersatzsegment mit Mörtel bedecken, so daß die Löcher beim Einsetzen des Segments ganz gefüllt sind. Segment in Vertiefung einsetzen und durch Klopfen mit einem Holzhammer für festen Sitz sorgen. Dicke der angrenzenden Segmente ausmessen. Mit einer Maurersäge (z.B.NORTON Clipper) so viel vom oberen Teil des Segments abschneiden, bis die Oberkante des Segments auf gleicher Höhe mit den anderen Segmenten liegt; d.h. wenn das Segment 102 mm dick ist, ±25mm oben vom Segment abnehmen. repair2
3. Stehbolzenlöcher und Lücken zwischen den Segmenten mit Mörtel füllen (a). Um die Löcher ganz zu füllen, den Mörtel mit einer Stange (b). feststampfen und eingeschlossene Luft herausdrücken. repair3
4. Während der Beton aushärtet, repariertes Segment mit feuchtem Sackleinen oder einem Stück Plastik abdecken und mit Sandsack beschweren. repair4
5. Nach Entfernen des Gewichts mit dem Meißel Segmentoberfläche auf Höhe des Steins abtragen. Von außen nach innen meißeln, um Bruchkanten zu vermeiden. Abschließend mit Schleifblock (37C36K8B) bearbeiten. repair5
6. Beim Ersetzen von Segmenten am Ende einer Reihe auf gleiche Weise vorgehen wie bei Segmenten in der Mitte. Da es hier nur drei angrenzende Segmente gibt, muß die offene Seite mit einem Stück Holz verschalt werden, damit der Mörtel nicht herausfließt. repair6
7. Bei kleineren Reparaturen lose Teile restlos entfernen. Bedenkliche Stellen nach Gehör mit einem Hammer auf Festigkeit prüfen. Kleine Vertiefungen mit einer Mischung aus Mörtel und Schleifkörnern in einem Gewichts VERHÄLTNIS von max. 50% Schleifmittel zu Mörtel füllen. repair7
8. Bei größeren Bruchstellen oder Vertiefungen können 25 bis 51 mm große Schleifmittelstücke in den Mörtel gemischt werden. Ausgebesserte Stelle mit nassem Sackleinen abdecken. Vor Verwendung 24 h aushärten lassen. Stelle mit Schleifblock (37C36K8B) bearbeiten, bis sie mit Schleifsteinoberfläche eben ist. repair8

Ersetzen eines kompletten Segments mit offenen Schraublöchern

A. VORBEREITUNG

  1. Beschädigte (s) Segment (e), Fugenmaterial und lose Teile entfernen. Ca. 6 mm Beton am Boden der Vertiefung abmeißeln, dabei Keilnuten im Beton entfernen. Seiten der angrenzenden Segmente einkerben.
  2. Muttern, Unterlegscheiben und Dichtungen entfernen.
  3. Beschädigte Stehbolzen entfernen und ersetzen. Auf max. 70mm sichtbare Länge einschrauben, dabei gleiche Entfernung von Steinoberfläche bis Oberkante Stehbolzen wie bei unbeschädigten Segmenten einhalten.
  4. Boden und Wände der Vertiefung reinigen. Schutt entfernen.
  5. Vertiefung ausmessen.
  6. Segmentstärke an Höhe der Vertiefung anpassen plus ca. 3,0mm. ACHTUNG: überschüssiges Material OBEN am Segment und an den Seiten mit 38mm großen Löchern abnehmen. Segment in Vertiefung einprobieren.
  7. Material und Werkzeuge griffbereit legen.

B. EINBAU

  1. Boden und Wände der Vertiefung gut durchfeuchten, überschüssiges Wasser entfernen. Reparatursegment in Wasser tauchen und zum Abtropfen beiseite stellen. Wichtig für maximale Festigkeit des Mörtels: ein trockenes Werkstück zieht Wasser aus dem Mörtel, so daß dieser schwach und pulvrig wird.
  2. Mörtel mit wenig Wasser anmischen, so daß er sich gut mit der Kelle verarbeiten läßt. Zu viel Wasser macht den Mörtel schwach und läßt ihn evtl. schrumpfen.
  3. Boden der Vertiefung bis knapp oberhalb des ursprünglichen Betonkerns mit Mörtel bedecken und glattstreichen.
  4. Segment auf die Stehbolzen in der Vertiefung setzen und durch Klopfen mit Holz- oder Gummihammer in den weichen Mörtel betten.
  5. In jedes Segmentloch eine einzige elastische Dichtung geben und um das Stehbolzengewinde legen. Über die Dichtung auf jeden Stehbolzen eine halbrunde Unterlegscheibe setzen.
  6. Locktite o.ä. auf die Gewinde von Muttern und Stehbolzen auftragen, Muttern fest anziehen, jedoch nicht mehr als 33,9 Nm. Dadurch wird das Segment weiter in den noch weichen Mörtel gedrückt. Anziehen mit Schlüssel überkreuz auf mindestens drei Mal.
  7. Fugen rings um eingebaute (s) Segment (e) mit einer dünneren Mischung aus Schnellbindezement, z.B. Five Star Instant Grout™ füllen. Gut in die Fugen stampfen, um die eingeschlossene Luft zu entfernen.
  8. Stein wie üblich abrichten, damit eine glatte, ebene Oberfläche entsteht, und Arbeitsmuster wieder aufbringen.

C. BENÖTIGTES MATERIAL (griffbereit vor Ort)

  1. Segment (e)
  2. Stehbolzen für jedes Segment
  3. Muttern für jedes Segment
  4. Halbrunde Unterlegscheiben für jedes Segment
  5. Dichtungen für jedes Segment
  6. Mörtelmischung, z.B. Five Star Instant Grout™
  7. Wasser
  8. Kübel zum Anmischen
  9. Kelle
  10. Hammer
  11. Drehmomentschlüssel
  12. Rohrzange
  13. Locktite o. ä.

Unter bestimmten Bedingungen kann es wünschenswert sein, einige oder alle offenen Schraublöcher des BT-Schleifsteins zu füllen. FÜLLEN DER LÖCHER nach folgender Anweisung:

  1. Vollsaugen lassen, stehendes Wasser aus Löchern entfernen. Sehr wichtig für die maximale Festigkeit der Füllung, da ansonsten Wasser aus dem Mörtel gesaugt wird.
  2. Mörtel anmischen, bis er mit der Kelle verarbeitet werden kann. Zu viel Wasser schwächt den Mörtel und läßt ihn schrumpfen. Der Mörtel bindet schnell ab, deshalb nicht mehr anmischen, als innerhalb von 15 Minuten verarbeitet werden kann. Ist der Stein heiß, muß der Mörtel schneller verarbeitet werden, da er noch rascher abbindet als üblich.
  3. Schleifkörner unter den Mörtel mischen. Max.50% Schleifmittel, nach Gewicht nicht nach Volumen bemessen, zum trockenen Mörtel geben, d.h. maximal 2 Teile Schleifmittel auf 3 Teile des angemachten Mörtels. Dieses Verhältnis nicht überschreiten. Das Schleifmittel muß vom Typ der angegebenen Schleifsteinspezifikation entsprechen, z.B. Aluminiumoxid Korngröße 70 (A701).
  4. Löcher bis zur Steinoberfläche füllen, mit Stange eingeschlossene Luft herausstampfen, ggf. nachfüllen und Oberfläche mit Kelle glätten.
  5. Schleifstein drehen, um die nächste axiale Reihe zu füllen.
  6. Laut Anweisung abrichten und Muster aufbringen.
  7. Mit nassem Filz bedecken oder mit wenig Wasser besprühen, um Abbindung zu unterstützen.

Benötige Ausrüstung - am Schleifer bzw. vor Ort:

  1. Kübel zum Anmischen
  2. Kelle
  3. Stange zum Feststampfen
  4. Mörtel + Schleifmittel + Wasser

Ausbessern

Anstatt das gesamte Segment auszutauschen, kann ein gering beschädigter Schleifstein ausgebessert werden.


Demontage von Schleifsteinen

Stein und Flansch

  1. Welle mit aufgezogenem Stein in Lager der Demontagevorrichtung setzen, solange der Stein noch warm ist. Dabei in umgekehrter Reihenfolge verfahren wie bei Montage, so daß Flansche durch Anheben an den Armen gelöst statt festgezogen werden.
  2. Eine Gewindebuchse abnehmen, dadurch werden zwei 9,5 mm Gewindebohrlöcher freigelegt. Stein so drehen, daß diese Löcher oben und unten liegen.
  3. Haltezeug an Flanschen anbringen und mittels Preßkopf die Arme fest anziehen. Lösen sich die Flansche bei doppeltem Motordrehmoment nicht, wie folgt vorgehen:
  1. Dampfanschluß am oberen und Kondensatabscheider am unteren Gewindeloch anbringen. Stein muß kühl sein, bevor der Dampf eingeschaltet wird.
  2. Dampf einschalten. Die Welle löst sich, nachdem sie sich erwärmt hat. Währenddessen Arme stärker gespannt halten.

Wenn Zementmörtel verwendet wurde, ist es manchmal notwendig, ein Ende des Schleifsteins mit Hilfe eines leichten Bohrhammers loszubrechen, um die Flansche zu lösen.

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