SCHÄRFRINGTYPEN

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Es gibt zwei Arten von Schärfringen: Spiralschärf- und Pyramidenabrichtringe.

2.1 SPIRALMUSTERSCHÄRFRING

Spiral burr
Abb.7 Spiralschärfring

Die Zähne des Spiralschärfrings verlaufen in einem Winkel zur Achse des Schärfrings, dem sogenannten Steigungswinkel. Der Steigungswinkel kann zwischen 5º und 75º liegen. Trotz der Bezeichnung Steigungswinkel verlaufen die Zähne des Spiralschärfrings nicht in Gewindeform und hinterlassen auch kein gewindeähnliches Muster auf dem Schleifstein.

Spiralschärfringe versehen den Stein mit einer Reihe von diagonalen Eindrücken. Der Winkel dieser Rillen bezogen auf die Achse des Steins entspricht dem "Steigungswinkel" oder dem Winkel zwischen Schärfring- und Schleifsteinachse. Da diese Rillen nicht parallel zur Holzmaserung verlaufen, trennen sie die Holzfasern mit einer Scherbewegung vom Holz.

Je näher der Steigungswinkel bei 0º (kleiner Steigungswinkel) liegt, um so länger sind die erzeugten Fasern. Und umgekehrt, je größer der Steigungswinkel, um so kürzer werden die Fasern. Schärfringe mit kleinem Steigungswinkel produzieren mehr Holzschliff als Schärfringe mit großem Steigungswinkel, aber dafür ist die Qualität des Holzschliffs nicht so gut.

Spiralschärfringe sind mit unterschiedlichen Zähnezahlen und Steigungswinkeln erhältlich. Am verbreitetsten sind Steigungswinkel von 24º, 28º und 45º. Die meisten Steine werden heute mit dem Spiralschärfring geschärft.

sketch 1
Skizze 1
sketch 2
Skizze 2
Abb.8 Zähnezahl und Steigungswinkel messen

Zur Erklärung der Begriffe "Zähnezahl" und "Steigungswinkel" gibt es zwei Abbildungen (Abb. 8), die entstehen, wenn ein Spiralschärfring in Pfeilrichtung über ein Blatt Papier gerollt wird. Die Skizzen zeigen das Muster, das auf der Oberfläche eines Schleifsteins entstanden wäre.

Skizze 1 zeigt, wie man die Zähnezahl ermittelt, indem man 1“ (25,4mm) wie angegeben abmißt. Die Anzahl der Eindrücke innerhalb dieses Zolls bezeichnet die Zähnezahl des Schärfrings. In Skizze 2 bildet sich durch Einzeichnen einer Senkrechten von einem Ende des Zahneinschnitts zur gegenüberliegenden Kante des Schärfrings ein rechter Winkel. Der Winkel zwischen Senkrechter und Zahneinschnitt ist der Steigungswinkel. Früher wurde die Steigung auch in Zoll angegeben. Die Umwandlung von Zoll in Grad erfolgt nach untenstehender Tabelle.

Steigung in Zoll Steigungswinkel Steigung in Zoll Steigungswinkel
Tabelle 1 Umwandlung des Steigungswinkels
Geriffelter Schärfring 0 2¼" 38
¼" 5 2½" 42
½" 10 2¾" 44
¾" 15 3" 47
1" 20 4" 55
1¼" 24 6" 65
1½" 28 8" 70
1¾" 32 10" 74
2" 35

 

2.2 PYRAMIDENMUSTERABRICHTRING

Diamond burr
Abb.9 Pyramidenabrichtring

Beim Pyramidenabrichtring werden Rillen oder Furchen im rechten Winkel zueinander in den Stahl geschnitten. Dadurch entsteht eine pyramiden- oder diamantförmige Zahnung. Pyramidenabrichtringe gibt es in den Größen 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 24. Die Nummern bezeichnen die Anzahl der Zähne pro Zoll (25,4mm).

Der Pyramidenabrichtring wird zum Abrichten des Schleifsteins und zum Entfernen von Steinmustern verwendet. Mit sehr feinen Pyramidenabrichtringen werden die Steine gesäubert und Schleifstege nachgearbeitet. Selten wird dieser Abrichtring auch zum Schärfen eingesetzt.

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